Die Klinische Bedeutung der Labordiagnostik von Autoimmunkrankheiten


Anti-CCP-Antikörper

Anti-CCP-Antikörper (ACPA) lassen auf rheumatoide Arthritis (RA) schließen und geben Hinweise auf die Entwicklung und die Schwere der Krankheit. Auch bieten Sie wertvolle Anhaltspunkte zum voraussichtlichen Krankheitsverlauf. Durch die Messungen von ACPA kann RA früh diagnostiziert und behandelt werden.

Eine Untersuchung auf ACPA kann gemeinsam mit oder im Anschluss an einen Rheumafaktor-Nachweis verschrieben werden, um RA zu diagnostizieren und die Schwere und den voraussichtlichen Verlauf der Krankheit zu bestimmen. Ein Anti-CCP-Antikörper-Nachweis kann auch jenen Patienten verschrieben werden, deren Symptome nur teilweise den Kriterien des American College of Rheumatology (ACR) entsprechen und deren undifferenzierte Arthritis auf RA hin untersucht werden soll. Laut ACR werden 95 % der Patienten mit positivem ACPA-Test zu einem späteren Zeitpunkt den Kriterien für RA entsprechen.1
Sowohl das American College of Rheumatology (ACR) als auch die European League Against Rheumatism Collaborative Initiative (EULAR) empfehlen Anti-CCP-Antikörper-Tests zur Einstufung und zum Management von RA im Frühstadium.2-3
Der Anti-CCP Assay auf IMMULITE® 2000/2000 XPi und ADVIA Centaur XP, CP sowie XPT bieten hervorragende Spezifizität für die differentielle Bestimmung von RA. 

 

1. www.labtestsonline.org/understanding/analytes/ccp
2. EULAR recommendations for the management of early arthritis: report of a task force of the ESCISIT. Ann Rheum Dis 2007 66:34-45
3.2010 Rheumatoid Arthritis Classification Criteria. D Aletaha, T Neogi et al. Arthritis and Rheumatism, Vol 62, No. 9 September 2012. pp 2569-2581



Rheumafaktor

Die Untersuchung des Rheumafaktors (RF) dient hauptsächlich zur Diagnose von rheumatoider Arthritis (RA) und des Sjögren-Syndroms und hilft bei der Abgrenzung zu anderen Arthritisformen oder zu Krankheiten mit ähnlichen Symptomen. RA und Sjögren-Syndrom werden hauptsächlich anhand des Krankheitsbildes diagnostiziert, doch manche Anzeichen und Symptome können, insbesondere im frühen Stadium, entweder nicht oder nur in atypischer Form vorhanden sein. Außerdem sind Anzeichen und Symptome nicht immer eindeutig identifizierbar, da Patienten mit diesen Krankheiten möglicherweise auch andere Bindegewebsstörungen und deren Symptome aufweisen, wie z. B. Raynaud-Syndrom, Sklerodermie, Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse oder systemischen Lupus erythematodes*.

 

*http://labtestsonline.org/understanding/analytes/rheumatoid



C-reaktives Protein

C-reaktives Protein (CRP) ist ein nicht-spezifischer Test zum Nachweis einer Entzündung, wenn starker Verdacht auf eine Gewebeverletzung oder eine Infektion besteht. Er kann allerdings weder den Ort noch die Ursache der Entzündung identifizieren. CRP kann für sich alleine keine Krankheit diagnostizieren, vermag aber in Verbindung mit anderen Untersuchungen und in Anbetracht der gegebenen Anzeichen und Symptome, akute oder chronische Entzündungen nachzuweisen.
CRP ist beispielsweise hilfreich beim Erkennen von Krankheitsschüben bei Patienten mit chronischen Entzündungen oder zur Überwachung der Wirksamkeit einer Behandlung. Einige Beispiele:

  • entzündliche Darmerkrankung
  • manche Arthritisformen
  • Autoimmunkrankheiten wie Lupus oder Vaskulitis

Der Test kann auch regelmäßig angeordnet werden, um Krankheiten wie rheumatoide Arthritis und Lupus zu überwachen. Sie wird oft in bestimmten Abständen durchgeführt, um die Wirksamkeit einer Behandlung zu bestimmen. Dies ist besonders bei Entzündungskrankheiten hilfreich, da CRP-Level fallen, sobald die Entzündung abklingt.


*http://labtestsonline.org/understanding/analytes/crp



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